10.2.2017 Eckart Johlige nimmt zum Turnhallenbrand-Urteil Stellung

Der Nauener CDU Bürgermeisterkandidat Eckart Johlige nimmt zum gestrigen Urteil des Landgerichts Potsdam zur Turnhallenbrandstiftung in Nauen wie folgt Stellung:

Es handelt sich um ein sehr klares und deutliches Urteil, das den zur Verfügung stehenden Strafrahmen weitgehend ausschöpft. Insofern ein starkes Signal, das auch den nötigen Abschreckungscharakter für vergleichbare Taten habe. Johlige – selbst Rechtsanwalt – erklärte, dass er sich wünschen würde, dass die Justiz allgemein bei der Begehung von Straftaten mit der in diesem Fall gezeigten Härte durchgreifen würde, um den Gedanken der Verbrechensprävention ausreichend Genüge zu tun. Das sei leider nicht immer der Fall.

Die Schattenseite des Urteils sei natürlich, dass die Verteidigung angesichts des Strafrahmens mit Sicherheit in die nächste Instanz ginge, so dass leider für Nauen auch weiterhin keine Ruhe eintreten würde. Johlige kritisiert in diesem Zusammenhang die durch manche Medien und einige Landespolitiker im Rahmen dieses Prozesses in den vergangenen Wochen und Monaten verbreitete pauschale Behauptung, in Nauen herrschten Perspektivlosigkeit und Rechtsextremismus.

Die Verbrechen einiger könnten nicht allen Nauenern zur Last gelegt werden und er plädierte insofern für einen sachlichen Umgang und warnte vor pauschalen Verdächtigungen. Die weitaus meisten Nauener lehnten solche Verbrechen nämlich entschieden ab. Nauen sei vielmehr in den letzten Jahrzehnten zu einer der schönsten Städte des Havellandes geworden, so Johlige, und würde sich toll entwickeln; die Nauener haben eine solche Kritik nicht verdient.